Psychosomatik

Im Alltag wieder handlungsfähig sein

 

Was bedeutet Psychosomatik?

 

Ganz allgemein bezeichnet die Psychosomatik das Wechselspiel zwischen körperlichen und seelischen Vorgängen.

In unserem täglichen Lebenlfinden viele Situationen, in denen wir "normale" psychosomatische Reaktionen zeigen.

Zum Beispiel:

  •  vermehrter Harn- und Stuhldrang bei Prüfungsangst
  •  Kopfschmerzen bei Anspannung
  •  Erröten bei peinlichen Situationen
  •  Herzklopfen bei Rendezvous
  •  Appetitlosigkeit oder Schlafstörungen in belastenden Situationen

Schon der Volksmund besagt, dass Gefühle den Körper stark beeinflussen können. Sie bewegen uns nicht nur innerlich, sondern können auch unseren Körper aktivieren und uns in Anspannung versetzen. Jedes Gefühl führt zu körperlichen Reaktionen und jede körperliche Reaktion löst wiederum bestimmte Gefühle aus.

Es gibt aber auch eine ganze Reihe von Krankheitszeichen, die , vor allem wenn sie länger oder wiederholt auftreten , auf eine psychosomatische Krankheit hinweisen können:

  • Erkrankungen des Verdauungstrakts (z.B. Reizdarmsyndrom)
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Bluthochdruck,...)
  • Erkrankungen der Atemwege (Asthma bronchiale,...)
  • Erkrankungen mit Beteiligung des Immunsystems (Allergien, Multiple Sklerose,Autoimmunerkrankungen, bestimmte Formen von Haarausfall,...)
  • Beschwerden im Bereich des Bewegungsapparats (Rücken- und Gelenksschmerzen)

Hier handelt es sich um eine krankhafte Form von Körper-Seele-Beziehung , nämlich um das Zusammenwirken körperlicher und seelischer Faktoren, die zur Entstehung und zur Chronifizierung einer Krankheit beitragen.

 

 

Ergotherapie mit Schwerpunkt Psychatrie/Psychosomatik

 

Ergotherapeutisches Handelns  basiert auf einer ganzheitlichen Betrachtung des seelischen, geistigen und körperlichen Befinden innerhalb seines sozialen Umfeldes.

Soziale Beziehungs- und Handlungsfähigkeit sind wesentliche Voraussetzungen, um den Herausforderungen im Lebensalltag und den Anforderungen im Berufsleben angemessen begegnen zu können.

 

Indikationen:

( Krankheitsbilder und Störungen bei denen eine ergotherapeutische Begleitung indiziert ist)

  • Psychosomatische Störungen / somatoforme Störungen (z. B. des Herz und Kreislaufsystems, des Verdauungssystems, Schmerzstörungen u. a. )
  • leichte bis mittelgradige Depressionen
  • Belastungs- und Anpassungsstörungen
  • Traumatisierung / Posttraumatische Belastungsstörung
  • Angststörungen, Panikstörungen
  • Burn-out-Syndrom
  • Schlafstörungen
  • Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen (z. B. Borderline Persönlichkeitsstörung)
  • Eßstörungen
  • demenziellle Erkrankungen
  • Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
  • Abhängigkeitserkrankungen

 

 

Therapieschwerpunkte

  • Psychoedukation (Aufklärung über Ursachen, Symptome und Verlauf einer psychischen Erkrankung, zur Emotionalen Entlastung durch ein besseres Verständnis, als „Hilfe zur Selbsthilfe“ und Krankheitsbewältigung, auch Angehörigenberatung )
  • kunst-und gestaltungstherapeutisches Arbeiten mit verschiedenen künstlerischen Materialien und therapeutischen Methoden (weitere Informationen über die verschiedenen Behandlungsmethoden und Möglichkeiten der kunst- gestaltungstherapeutischen Arbeit finden Sie unter dem Punkt „Kunsttherapie“ )
  • Entspannungsverfahren, wie Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, Achtsamkeitstraining
  • Krisenmanagement
  • Kognitionstraining (das Erlernen, verzerrte oder negative Gedanken zu erkennen, zu hinterfragen und umzuwandeln)
  • Problemlösetraining, Stressbewältigung
  • Fertigkeitentraining (das Trainieren von Fertigkeiten (z.B.  Kreativtechniken) zur Emotionsregulation, wie z.B. distanzieren, Ablenken, Kommunizieren)
  • Alltagsbewältigung/ -strukturierung (z. B. das Erarbeiten von Tagesstrukturierungen, sich Ziele setzen, Verhaltenstraining)
  • kognitives Training / Gedächtnistraining (kognitives Training nach Dr. med. F. Stengel, computergestütztes Hirnleistungstraining, z. B. mit Programmen wie Cogpak oder Freshminder, Übertragung in den Alltag, Erinnerungs-/ Biographiearbeit)

 

Ziel der Behandlung psychosomatischer Störungen ist es, im geschützten therapeutischen Rahmen psychische, psychosoziale und geistige Ressourcen zu entdecken oder zu erhalten. Hierbei stehen die Bedürfnisse des Patienten aber auch seiner Angehörigen im Mittelpunkt. Ein Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Therapeut ist Voraussetzung für das Erkennen von Ressourcen bzw. Für die Entwicklung eigener Lösungstrategien.

 

In meiner mehrjährigen praktischen Erfahrung konnte ich mir entsprechende Fachkenntnisse aneignen und durch berufsbegleitende Zusatzqualifikationen ergänzen.